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Burg Morenhoven

Geschichte:
Die Herren von Morenhoven mischten über Jahrhunderte in der rheinischen Burgherren-Politik kräftig mit. Sie treten schon im 13. Jahrhundert gemeinsam mit damaligen Ritterbürtigen in den Adelsurkunden auf. So unterzeichnete zum Beispiel Wilhelmus de Mornhovin den Vertrag zu Sürth zwischen Otto von Wickrath und dem Kloster Capellen. Wilhelms Sohn wurde als der Edle Heinrich von Morenhoven bekannt, der Güter und Rechte zu Morenhoven der Schwester des Erzbischofs Wicbold, Mechthildis von Holte, Gattin des kölnischen Burggrafen Gerhard von Arberg, als Erbe hinterließ. Von den drei Schwestern Heinrichs von Morenhoven war eine die Abtissin des Neußer Damenstiftes. Ebenso wurde ein Adam von Morenhoven, ein Sohn Heinrichs, als Schiedsrichter in einem Streit zwischen den Herren der Rheinbacher Tomburg und dem Kölner Domkapitel bekannt. Heinrich von Morenhoven war auch zweiter erzbischöflicher Voigt von Bonn.

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1345 geriet Johann I. von Morenhoven in einen Streit mit Werner Schönhals, dem Deutschordens-Komthur in Koblenz und wurde erschlagen. Der Orden bot der Familie daraufhin als Sühne die Zahlung von 30 Talern an. Beide Parteien schwuren sich daraufhin die Ur-Fehde. 1491 wurde Bartholomäus von Morenhoven Burggraf von Rolandseck. Im 15. Jahrhundert kam die berühmte Kölner Patrizierfamilie, die Herren von Scherffgin, in den Besitz der Morenhovener Burg. Davor besaßen sie schon das benachbarte Gut Müggenhausen. Der Kölner Kurfürst verpfändete ihnen damals auch die Gerichtsbarkeit für Morenhoven. 1453 pachtete das Kölner Domkapitel "Haus und Hof zu Morenhoven" für den Preis von 60 Kaufmannsgulden. Das in der Eifel existierende Geschlecht der Familie Beissel von Gymnich kam durch Heirat in den Besitz der Morenhovener Güter. Wilhelm III. Beissel von Gymnich verkaufte diesen 1503 für 7 600 oberländische rheinische Gulden an den Ritter Johann I. Schall zu Bell. Der war Marschall des Erzstiftes Köln und kölnischer Edelbürger. Er war auch Lehnsherr von Lüftelberg und Besitzer des Gutes Müttinghoven. 1508 wurde Johann von Schall Amtmann von Rheinbach. 1803 kam die noch heute auf Burg Morenhoven lebende Familie von Jordans, Nachfahren von Neußer Bürgermeistern, in den Besitz von Morenhoven.

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Auch Burg Morenhoven zählt zu den typischen rheinsichen Wasserburgen, bestehend aus getrennter Haupt- und Vorburg, die beide von Wassergräben umgeben waren. Während das Herrenhaus immer noch auf einer Insel steht, sind Teile des Grabensystems im Bereich der ehemals landwirtschaftlich genutzten Vorburg zugeschüttet.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Morenhoven, Gemeinde Swisttal, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 1) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 5) führen direkt an Morenhoven vorbei. An der Swistbrücke muß auf der Burgstraße in den Ort gefahren werden, an der Straßenkreuzung liegt rechts der Zugang zum Burggelände.

Anfahrt mit dem Auto:
Morenhoven liegt zwischen Rheinbach, Meckenheim und Swisttal. A 61 aus Richtung Köln: Ausfahrt Miel, Links Richtung Morenhoven. Das Burggelände liegt im Ort neben der Burgstraße.

Literatur:

Links:

Auf Burg Morenhoven finden heute zahlreiche Konzerte und exklusive gesellschaftliche Veranstaltungen statt.
Ein Zugang ist durch den Park bis zum Burgtor möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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