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Burg Müttinghoven

Geschichte:
Seit eh und je existieren unter dem Namen Müttinghoven, im 13. Jahrhundert Muchekoven und im 15. Jahrhundert Muytekoven genannt, zwei mit erheblichen Landeigentum ausgestattete Höfe. Einer davon war ein freiadliger Besitz, der 1230 von Johannes von Löwenburg der Abtei Heisterbach übertragen wurde. Lehnsherr war Wezzilo Ritter von Müttinghoven. Im gleichen Jahr veräußerten Walter von Ludendorf sowie dessen Ehefrau Jutta, geborene von Löwenburg, ihre Müttinghovener Güter. 1303 schließlich erwarb die Abtei von dem inzwischen Mönch gewordenen Ritter Wezzilo ein weiteres Müttinghovener Gut unter der Bedingung, daß ihm zeitlebens alljährlich 20 Malter Roggen, 25 Malter Hafer, ein halbe Karre Dernauer Wein sowie vier Ellen weißes Tuch bezahlt würde. Die Abtei wurde Müttinghovener Großgrundbesitzerin.

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In den nächsten fünf Jahrhunderten wechselten die Müttinghovener Lehnsherren in bunter Reihenfolge. Die Güter wurden beliehen, verkauft und vererbt. So war auch der Oberdreeser Gutbesitzer von Dreyß Herr auf Gut Müttinghoven. Seine Nachkommen änderten ihren Namen in "von Dreyß genannt von Müttinghoven". Die Familie starb 1571 aus. Durch Erbteilung im Jahr 1574 fiel das Gut an Heinrich Degenhard I. von Schall zu Lüftelberg. 1670 besaß das Kloster Engelthal einen adligen Hof Müttinghoven samt 97 Morgen Land. So ein Eintrag der kölnischen Landesdeskription. Den freiadligen Rittersitz Müttinghoven besaßen 1671 die von Goer zu Müttinghoven, die sich auch Bonninghoven nannten. Von diesen erwarb Frenz zu Mattenfeld das Rittergut. Ende des 18. Jahrhunderts residierte dort der Hofschultheiß von Buschhoven und Morenhoven, Zachadeus Zerres.

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Den zweiten Hof, damals auch das "adlig Hauß" genannt, besaßen damals die von Boenen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war noch Friedrich Rudolf Freiherr von Boenen zu Berge Gutsherr. 1798 ging der Besitz an die Familie von Vorst zu Lombeck zu Lüftelberg über. Eigentümerin des freiadligen Hofes ist derzeit eine in der Nähe von Münster/Westfalen lebende adlige Familie. Das Gut wurde noch bis vor wenigen Jahren als landwirtschaftlicher Pachtbetrieb genutzt. Seit 1998 sind Hof und Ländereien getrennt verpachtet bzw. vermietet. Der geschlossenen Hofanlage mit ihrem renovierte Hauptgebäude angeschlossen ist ein Park mit altem Baumbestand. Der ehemalige Wassergraben ist zu einem Teich erweitert, über den eine Brücke führt, die Park und Haus verbindet. Rechts vom Hofeingang ziert eine äußerst reizvolle Fachwerkkonstruktion das Nebengebäude.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Müttinghoven, Gemeinde Swisttal, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 1) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 5) führen auf der anderen Seite der Swist an der Burg Müttinghoven vorbei. Nach einer kleinen Brücke führt ein Feldweg direkt zum Burggelände.

Anfahrt mit dem Auto:
Müttinghoven ist eher ein Weiler an der Straße (L 163) zwischen Flerzheim und Morenhoven. Zufahrt aus nördlicher Richtung: A 61 aus Richtung Köln: Ausfahrt Miel, links Richtung Morenhoven, dort an der Kreuzung rechts Richtung Flerzheim. Nach ca. 1,5 km liegt rechts Müttinghoven.

Literatur:

Links:

Ein Zugang ist von außen bis zum Burgtor möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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