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Burg Odendorf

Geschichte:
Der Adel ist aus der am Ohrbach errichteten Burg Odendorf längst ausgezogen. Von uralter Burg-Herrlichkeit übrig blieb ein nahezu quadratischer, dreigeschossiger Hochbau, in dem Wohnraum geschaffen wurde. Das Bauwerk selbst scheint für die Ewigkeit geschaffen: Auf Bruchsteinen im Unterbau wurden vor weit über 200 Jahren Backsteine aufgemauert. Im zweiten Geschoß angebrachte Eisenanker weisen vermutlich auf einen Wiederaufbau im Jahr 1778 hin. Die Rückseite des Gebäudes zeigt an den Ecken zwei turmartige, bis unter das oberste Geschoß aufragende Ausbauten aus Trachytquadern. Beide Dreiecksgiebel wiesen wohl früher einen Wappenschmuck auf. Sie sind leer. Eine Freitreppe führt zu der mit reichem Steinaufsatz geschmückten Türe an der Hofseite.

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Die Burg ist allem Anschein nach Odendorfs ältester Besitz. In den Jahren 1650 bis 1850 war die heute noch im Ort lebende Familie von Sturm Eigentümerin. Erster Grundherr war Bertram von Sturm zu Vehlingen. Als Kaiserlicher Kriegsoberkommissar erhielt er 1632 von Kaiser Ferdinand II. die Bestätigung seines Adelsbriefes. Bei der Taufe seines Sohnes Ferdinand, Philipp, Kasimir waren nicht nur der Kaiser, sondern auch König Philipp III. von Spanien Ehrenpaten. Nach dem Tode des Kriegsoberkommissars in Frankfurt zog seine Witwe in die Voreifel. Durch Erbfolgen und Heirat kam die Burg Ende des 19. Jahrhunderts in den Besitz einer in Luxemburg verheirateten Erbin. Danach wechselte die Burg noch mehrere Male den Besitzer.

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Mitten im Zentrum Odendorfs liegt nicht nur die Burg, sondern direkt gegenüber die ebenfalls am Swistbach errichtete Alte Pfarrkirche sowie das einst dem Trierer Kartäuser-Orden gehörende Zehnthaus. Unmittelbar dahinter die 1912 errichtete Neue Kirche St.Petrus und Paulus. Diese vier Bauwerke prägen den alten Ortskern. Sie befinden sich sämtlich in einem hervorragenden Zustand und werden nach wie vor genutzt. Vor Jahrzehnten schon ließ das Erzbistum Köln das dem 13.Jh. zugerechnete Gotteshaus sanieren, das zu den ältesten des Rheinlandes gehört. Ebenso wurde die neue Kirche erst vor wenigen Jahren von grundauf renovieren. Das noch Anfang der 70er Jahre dem Verfall preisgegebene Zehnthaus wurde von einer Privat-Initiative, dem Zehnthaus-Verein, wieder hergerichtet und steht seitdem dem Ort, der Schule, den Vereinen und den Bürgen zu Veranstaltungen offen.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage: Odendorf, Gemeinde Swisttal, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 8) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 6) führen auf der anderen Seite des Ohrbachs in Odendorf an der Burg vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:

Literatur:

Links:

Die Burg ist in Privatbesitz. Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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