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Stadtpforte Rheinbach

Geschichte:
Von der einst im Mittelalter von Mauern und Ecktürmen bewehrten Stadt und Burg Rheinbach sind noch drei Türme erhalten: Der Wasemer Turm mit dem nachgebauten Neutor, der Gefängnisturm hinter der Pfarrkirche und der im Volksmund als Hexenturm bekannte Turm samt Burgpforte an der Bachstraße. Von der hier einst gelegenen Burg selbst ist nichts mehr übrig geblieben. Der obere Teil des Hexenturms diente eine Zeitlang als Windmühle. Insgesamt kann die Voreifel-Stadt auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die in den Jahren 1998 und 1999 großorganisierten Feiern: "700 Jahre Stadt Rheinbach", werden auf das Jahr 1299 zurückgeführt. Damals sollen Rheinbach höchstoffiziell die Stadtrechte verliehen worden sein.

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Rheinbach kann darüber hinaus aber auf weitere Jahrhunderte zurück blicken. Erstmals in einer Königs-Urkunde erwähnt wird "Reginbach" im Jahr 762. Der damals verwandte Ortsname wird mit "Siedlung am Bach des Reinhard oder Regino" erklärt. 1178 war schon der Name Reinbagh üblich. 1343 erwarb der Kölner Erzbischof Walram von der Witwe des Ritters Tilmann III. von Reinbach ihren Anteil an Burg, Stadt und Herrschaft Rheinbach. Zu dieser Zeit hatten Abt und Konvent der mächtigen Abtei Heisterbach zur Befestigung von Stadt und Burg Rheinbach gerade mit einer Mauer umgeben lassen. Im Gegenzug befreite der Erzbischof die Abtei sowie ihren in Rheinbach gelegenen Klosterhof (heute noch als Himmeroder Hof vorhanden) von allen Abgaben. 1345 verpfändete Walram dem Propst zu Xanten, Johann von Virneburg, gegen ein Darlehen von 3 000 Goldgulden die Amtmannsstelle zu Rheinbach, Burg, Haus, Stadt, Büsche, Gerichte und alles was dazu gehört auf Lebenszeit.

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Rheinbach wird nachgesagt, daß hier viele Hexenprozesse stattgefunden haben und Opfer verbrannt wurden. Einige Jahre nach der Abschaffung der auf Angaben deutscher Hexenrichter hin ergangenen Hexenbulle des Papstes Innozenz VIII ( 1484) und des unheilvollen Hexenhammers der Kölner Dominikaner Heinrich Institoris und Jakob Sprenger (1485/86), kam es in Rheinbach in den Jahren 1506 bis 1510 und vermutlich noch länger zum ersten Hexenprozzeß. Eine 'Styne Donnernails' war von einer gewissen "Guetgin, Witwe Christins" wegen Zauberei verklagt worden. Die beiden Rheinbacherinnen hatten sich offensichtlich wegen finanzieller Meinungsverschiedenheiten in die Haae bekommen, wobei Syne die Guitgin mit Fluchworten verwünscht haben soll. Darauf wurde die Gute krank und brachte ihre Gläubigerin wegen Zauberei ins Gefängnis. Syne mußte mehrere Jahre in Rheinbach und Münstereifel schmachten und "Schlimmeres über sich ergehen lassen", unbekannt geblieb aber ist, ob sie tatsächlich hingerichtet wurde.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Stadt Rheinbach, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 8) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 1) führen unmittelbar an der Burgpforte und dem Hexenturm am Himmeroder Wall vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:
Autobahn A 61 Ausfahrt Rheinbach

Literatur:

Links:

In der Glasstadt Rheinbach befindet sich am Himmeroder Hof das Glasmuseum mit Kostbarkeiten Nordböhmischer Meisterwerkstätten.
Der Hexenturm wie auch der Wasemer Turm können für Privatveranstaltungen bei der Stadtverwaltung Rheinbach, Tel.: 02226-917-0 angemietet werden.

Bitte nehmen Sie Rücksicht auf den angrenzenden Schulbetrieb und respektieren Sie die Privatsphäre der An- und Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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