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Rolandsbogen

Geschichte:
Der Sage nach war Marktgraf Roland, ein Neffe Karls des Großen, einer gewissen Hildegunde aus königlichem Geblüt versprochen. Doch nachdem der Versuch des Kaisers in Spanien die Mauren abzuwehren, fehlgeschlagen und Roland gefallen und für tot gehalten worden war, entsagt Hildegunde allem Irdischen und trat in das Kloster auf Nonnenwerth ein. Als der Totgesagte dann aber zurückkam und vom "Ewigen Gelübde" der Geliebten erfuhr, ließ er eine Burg gleicht oberhalb der Rheininsel bauen, um so bis zu seinem Tode ständigen Sichtkontakt zum Kloster zu haben.

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Das Thema "ewige Liebe und unzerbrechliche Treue" findet sich in fast allen europäischen Literaturen, auch Schiller behandelt in "Ritter Toggenburg" einen ähnlichen Stoff. Die Verbindung der Sage mit der Burg Rolandsecke ist vermutlich aber erst im 18 Jh. hergestellt worden. Tatsächlich soll Friedrich I. Erzbischof von Köln Nonnenwerth und Rolandseck im Jahre 1122 errichtet haben, um den südlichsten Einflußbereich der Kölner Erzbischöfe gegen das Reichsgut an der Ahrmündung, später in Jülicher Besitz, zu demonstrieren. 1491 wird von einem gewissen Bartholomäus von Morenhoven berichtet, der war vom damaligen Erzbischof Herman von Cöln zum "Burgvogt zu Rulandsecke ernennet". Offensichtlich war die Burg dann aber vor dem Jahre 1673 bereits aufgegeben bzw. für den weiteren Ausbaus des Klosters sowie der Kirche Mariae Himmelfahrt in Köln abgebrochen worden. Ein letzter Mauerrest mit einem hohen Fenster hielt sich noch bis zum 28.Dezember 1839.

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Mit einem flammenden Gedicht in der Kölnischen Zeitung hatte Dichter Ferdinand Freiligrath für den Wiederaufbau geworben - zu den Spendensammlern gehörte der Koblenzer Buchhändler Karl Baedeker und der Kölner Verleger DuMont. Die Bergkuppe war zu diesem Zeitpunkt allerdings im Besitz der Prinzessin Marianne, oder wie es offiziell hieß, Prinzessin Wilhelm von Preußen. Die Hohenzollern hatten, seitdem die Rheinprovinz 1815 zu Preußen gehörte, bereits viele Burgen am Rhein gekauft, u.a. die Godesburg und der Drachenfels. Am Ende wurde der Rolandsbogen dann doch mit den Spendengeldern bezahlt und die königliche Unterstützung kam der Schule in Nonnenwerth zugute.

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Freiligrath wird heute gern als Vater der romantischen Denkmalpflege gesehen, und richtig berühmt wurde der Rolandsbogen in diesem Jahrhundert erst durch das von dem Kölner Volkskomponisten Paul Mania vertonte Gedicht von Jörg Ritzel: " Ich kam von fern gezogen, zum Rhein, zum Rhein, beim Wirt zum Rolandsbogen, da kehrt ich ein ... "

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage:
Rolandsbogen, Stadt Remagen, Kreis Ahrweiler

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Wasserburgen-Route" (Tour 8) wie auch die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 3) führen auf der Vulkanstraße am Rolandsbogen vorbei. Am südlichen Rand des Naturschutzgebietes "Rodderberg", einem ehemaligen Vulkankrater, zweigt eine steile Stichstraße zum Rolandsbogen, seiner Aussichtsplattform und dem Restaurant.

Anfahrt mit dem Auto:
Von Bonn-Mehlem aus auf der B 9 über die Mainzer Straße auf der L 123 in Richtung Meckenheim. In Niederbachem an der Ampel links, auf der Rolandstraße den Berg hinauf und weiter auf der Vulkanstraße bis zum Parkplatz am "Rolandsbogen". Nutzen Sie den oberen Parkplatz an der Vulkanstraße und gehen die letzten 500 m zu Fuß den Berg hinunter, da der untere Parkplatz an schönen Tagen meist besetzt ist.

Literatur:

Links:
Restaurant Rolandsbogen

Auf dem Rolandsbogen befindet sich ein mehrfach ausgezeichnetes Restaurant mit öffentlicher Außenterrasse. Von Zeit zu Zeit finden hier Kultur- und Kunstveranstaltungen statt.
Leider gab es im Januar 2002 einen Brand. Wann der Gastronomie-Betrieb wieder öffnet ist derzeit ungewiß.
Ruine und Aussichtsplattform sind öffentlich zugänglich.

Bitte bleiben Sie auf den Wegen und respektieren Sie die im Naturschutzgebiet angebrachten Hinweisschilder.

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