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Winterburg

Geschichte:
Einst gehörte die Winterburg als Wildhof zur benachbarten Herrschaft Tomberg. Insgesamt unterhielt der Adel in der Jülischen Unterherrschaft Winterburg dreizehn solcher Wildhöfe. Als diese nicht mehr benötigt wurden, faßten die Herren der Tomburg sie zusammen und schufen die neue Herrschaft Winterburg. Das Herrenhaus wurde im Jahr 1771 errichtet. Das Bauwerk ist in Vierecksform ausgeführt und mit einem kleinen Innenhof versehen worden. Die Ursprünglichkeit ist bis heute bewahrt worden. Links im Eingang steht ein Turm. Darin war früher das berüchtigte Turmverließ mit Keller als Kerker.

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Die Herrschaft Winterburg war von Beginn an überaus solide ausgestattet. Dazu gehörten der Burgbezirk, die dreizehn in verschiedenen Voreifeldörfern verstreuten Lehen, zwei Güter, vier Höfe, eine Reihe sogenannter Afterlehen, 400 Morgen Wald, die Jagdrechte und eine eigene Gerichtbarkeit. Belehnt wurden mit dieser Herrschaft zunächst der Rheinbacher Burgherr, Lambert von Rheinbach. Dieser trat alle seine an Rheinbach und an der Winterburg 1342 an den Kölner Erzbischof Walram ab.

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Zu den Nutznießern gehörte auch die einflußreiche Familie von Rennenberg. 1425 trug Rorich von Rennenberg die Winterburg dem Herzog von Jülich als offenes Schloß und Lehen an. 1506 erwarb Dietrich Kolf von Vettelhoven die Burg. Im Laufe der nächsten 150 Jahre wechselten die Burgherren sehr oft. Das Anwesen wurde verkauft und häufiger auf Erben aufgeteilt. 1654 wurde der einflußreiche Johann Friedrich von Goltstein aus Jülich-Berg, seines Zeichens Kanzler sowie Amtmann von Münstereifel, Euskirchen und Tomberg, die Winterburg. Er starb kinderlos.

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1709 kaufte der preußische Minister Johann Moritz die Burg, veräußerte sie aber schon neun Jahre später an den kurkölnischen Hofrat und Generalsteuerempfänger Rudolf von Geyr. 1812 zog Ernst von Vincke in die Burg ein. Nach ihm erwarb Franz Georg Weckbecker für seine Tochter den Besitz. Sie war mit dem Baron von Brauchitsch verheirat. Ihre Nachkommen leben heute noch in der Winterburg, die nun schon seit über 200 Jahren dem Unbill des Wetters und dem Zahn der Zeit dank einer hohen finanziellen Opferbereitschaft der Eigentümer standhält. Die Winterburg ist ein überaus erhaltenswertes Wahrzeichen mittelalterlichen Lebens und Treibens.

Von Ernst F.Mosdzien, ehem. Redakteur beim Bonner General-Anzeiger
(Auszug aus: Die Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg)

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Ortslage: Queckenberg-Hardt, Stadt Rheinbach, Rhein-Sieg-Kreis

Anfahrt mit dem Rad:
Die "Rheinbacher Burgenrunde" (Etappe 8) führt zwischen Schweinheim und Kurtenberg direkt an der Winterburg vorbei.

Anfahrt mit dem Auto:
Vom Himmeroder Wall in Rheinbach führt die L 113 über Merzbach, Irlenbusch und Neukirchen nach Kurtenberg. An der Kreuzung "Vier Winde" zweigt rechts die L 210 in Richtung Queckenberg ab. Nach gut einem Kilometer liegt links neben der Straße die Winterburg.

Literatur:

Links:

Die Burg ist in Privatbesitz. Ein Zugang von außen ist möglich.

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und der angebrachten Hinweisschilder.

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